
Das Wesentliche 2026, bis heute, sind die Auswirkungen des neuen Geothermie-Beschleunigungsgesetzes
10. Januar - Induzierte Erdbeben in Rittershoffen/Elsass
Schon Anfang des Jahre 2025, also vor rund einem Jahr gab es auch schon Erschütterungen in Rittershoffen, die auf eine Ertüchtigung des Bohrloches hindeuten. Auch im Dezember 2025 traten weitere, mit der Stärke 2,2 und 2,3 in einer Tiefe von 3000 und 5000mauf. Seitens der Gemeinde zeigt man sich besorgt und fordert einen Stopp von Tiefengeothermie.
01. Januar - Gesetz zur Beschleunigung des Ausbaus von Geothermieanlagen
Das Gesetz zur Beschleunigung von Geothermie-Anlagen ist durch. Manche Paragrafen waren schon im Laufe des Jahres 2025, manche ab dem 22.12.2025 gültig, die letzten gelten jetzt zum 1.1.2026.
Im Wesentlichen spürbar für die Bevölkerung ist die Änderung dahingehend, dass man Zugriff zu Grundstücken, zwecks Untersuchung des Untergrundes, gewähren muss (Duldungspflichten). Im Falle der Verlegung von Wärmeleitungen kann es leichter zur Entziehung von Grundeigentum (Enteignung) kommen. Bei der Zulassung eines Betriebsplanes kann die Behörde die Mitgliedschaft in der Bergschadensausfallkasse, oder aber eine entsprechende Haftpflichtversicherung die Bergschäden absichert, fordern.
Die Tücke liegt im Detail: Die Behörde kann (die Mitgliedschaft in der Bergschadensausfallkasse oder die Versicherung) fordern, muss aber nicht. Die Bergschadensausfallkasse zahlt nur einen gedeckelten Betrag (im Fall einer Insolvenz), die Haftpflichtversicherung, abgeschlossen durch das betreibende Unternehmen, zahlt nur an das Unternehmen. Fazit: Für die Bürgerinnen und Bürger bleiben Lücken. Letztendlich tragen Sie die Last der Technologie. Jetzt noch stärker.
01. Januar - Tiefengeothermieprojekt in Hartheim am Rhein geplant
Es wurde auf dieser Seite schon berichtet: In Hartheim am Rhein, in der Nähe von Freiburg soll ein Tiefengeothermie umgesetzt werden. Das Interessante ist, dass im Raum Hartheim immer wieder Erdbeben in einer Tiefe von 3 bis 5km auftreten. Da der Landeserdbebendienst von natürlichen Beben ausgeht, muss man sich wirklich überlegen ob es sinnvoll ist genau in diesen Bereich bohren zu wollen. Hier eine Übersicht der letzten Beben.
Datum Uhrzeit Magnitude Ort Tiefe
30.12.2025 17:11 1,5 Hartheim am Rhein, Lkrs. Breisgau-H., BW ca. 4km
30.12.2025 15:40 0,8 Hartheim am Rhein, Lkrs. Breisgau-H., BW ca. 3km
30.12.2025 15:18 1,9 Hartheim am Rhein, Lkrs Breisgau-H., BW ca. 4km
18.11.2025 17:53 0,9 Hartheim am Rhein, Lkrs. Breisgau-H., BW ca. 4km
28.10.2025 14:33 1,5 Hartheim, Lkrs. Breisgau-H., BW ca. 5km
28.10.2025 11:02 2,1 Hartheim, Lkrs. Breisgau-H., BW ca. 4km
27.10.2025 03:18 0,8 Hartheim, Lkrs. Breisgau-H., BW ca. 4km
12.05.2025 20:06 2,7 Hartheim am Rhein, Lkrs. Breisgau-H., BW ca. 11km
12.05.2025 18:51 2,4 Hartheim am Rhein, Lkrs. Breisgau-H., BW ca. 11km
Quelle: Landeserdbebendienst https://erdbeben.led-bw.de/
01. Januar - Auch Stutensee steigt aus
Neben einigen anderen Kommunen, Bruchsal und Bretten, steigt nun auch Stutensee aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Wärmenetz-Vorhaben aus. Das Projekt Graben-Neudorf sollte die Wärme liefern, bleibt aber jetzt unter den Erwartungen. Die Tücke liegt eben im Detail. Es gibt nicht nur Risiken für den Träger, die Bürgerinnen und Bürger sondern auch für die Abnehmer, wenn sich die teure Energie nicht wirtschaftlich verkaufen lässt.