Warum wurde die BI gegründet

Unsere Sorgen und Bedenken

vor einiger Zeit beobachteten viele Bürgerinnen und Bürger das Thema Geothermie mit ganz anderen Augen. Viele sahen die Erdwärmenutzung hoffnungsvoll als eine der erneuerbaren Energiequellen, neben Sonnenenergie, Wasserkraft und Windkraft.  Das Engagement der Gemeinde Neuried beim seinerzeit geplanten Hybridkraftwerk, das Energie aus einer Kombination von nachwachsenden Rohstoffen und der Nutzung von Erdwärme gewinnen sollte, wurde von einer großen Anzahl von Politikern aus Nah und fern begrüßt. Die Fachleute und auch die politischen Entscheider waren sich der Technologie sicher, „wir haben alles im Griff“ und die „Technik ist sicher“. Und auf wen, wenn nicht auf die Fachleute, sollte und musste man sich schließlich verlassen können.

 

Aufgerüttelt durch erhebliche Schadensfälle, im Zusammenhang mit  oberflächennaher Geothermie (Staufen) und Tiefengeothermie(Basel, Landau), wandelte sich das positive Bild. Insbesondere die Presseberichte über Erdbeben, Bodenhebungen- und Senkungen, Risse im Boden, Risse in Straßen- und Gebäuden, erhöhte Konzentrationen von Giftstoffen im Grundwasser sowie eine erhöhte Radongaskonzentrationen verunsicherten die Bürger.

 

Mittlerweile ist man auch in der Politik nachdenklich geworden. Die Politiker lernen allmählich, dass das Bergrecht ausgesprochen mangelhaft ist, wenn es um die Lenkung geothermischer Unternehmungen geht. So war es unter Bezugnahme auf das Bergrecht dem Bergamt möglich, eine Bohrgenehmigung bei Kittersburg zu erteilen, ohne den bei anderen Bauabsichten vorgeschalteten üblichen Beteiligungen der Bürger und der angrenzenden Kommunen. Es gab kein Planfestellungsverfahren, keine Verpflichtung des bohrenden Unternehmens zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung in angemessener Höhe und Haftungsfragen wurden auch nicht geklärt. Das Risiko der Bohrungen liegt vollkommen bei uns Bürgern.Das lassen wir uns nicht gefallen! Da spielen wir nicht mit!

Tatsache, dass ein Geothermiekraftwerk in unmittelbarer Ortsrandlage von Goldscheuer gebaut werden soll machte uns mehr als nachdenklich. Daneben zwang uns die  Information über ungeklärte, nicht anerkannte und nicht versicherte Schadensfälle zum Engagement unsere Heimat und unser Eigentum zu schützen.

 

Nach weiteren Recherchen in der Presse und bei den beteiligten Behörden mussten wir feststellen, das eine bergrechtliche Genehmigung des Regierungspräsidiums für bis zu vier Bohrungen bereits vorliegt und die betroffenen Bürger und Kommunen unseres Erachtens nicht angemessen im Entscheidungsprozess berücksichtigt wurden.

 

Im Rahmen von zwei Informationsveranstaltungen wurden durch Vorträge eines Geologen, eines Rechtsanwaltes, sowie eines Mitgliedes einer Bürgerinitiative aus Landau, weitere Unwägbarkeiten aufgetan.

 

Der Gemeinderat der Stadt Kehl hat daraufhin beschlossen gegen die geplante Probebohrung und die bergrechtliche Genehmigung Klage zu erheben.

 

Auch auf französischer Rheinseite sind nach unserem Kenntnisstand bereits mehrere Bohrungen geplant und teilweise bereits genehmigt.

 Motivation der Bürgerinitiative:

 

Schutz der Bevölkerung und Natur vor

 

-      Künstlich erzeugten Erdbeben

-      Verunreinigung des Grund- und Trinkwasser

-      Schäden an Gebäuden, Straßen und sonstigem Eigentum

-      Veränderung des Mikroklimas durch Abwärme

-      Lärmemmisionen durch den Bohr- und Kraftwerkbetrieb

-      erhöhter Emmision der im Boden gebundenen radioaktiven Partikel

 

welche durch die Bohrungen und den Kraftwerksbetrieb ausgelöst werden können.

 

Angemessener Schutz vor Gefahren und Vermögensschäden durch das Land und die Betreiber.

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16. August 2014 - BI startet in Hohnhurst und Kittersburg, dann in Goldscheuer und Marlen  Unterschriftenaktion gegen Tiefengeothermievorhaben

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